Blaues Feuer im Club: Arch Enemy fegen durch das Colos-Saal

Blaues Feuer im Club: Arch Enemy fegen durch das Colos-Saal

Gitarristen mit roten Haaren! Hübsche Rottweiler mit blauen Haaren! Sensationen mit vielen Haaren! Das melodische Abrisskommando um Saitenhexer Michael Ammot eilt mittlerweile zu immer neuen Höhen: Arch Enemy sind auf so ziemlich jedem Festival anzutreffen, das eine bespielbare Bühne zu bieten hat (Wacken, Metal on the Hill, Brutal Assault, nennt irgendeine Sause, sie sind dabei), und weil das nicht genug scheint, ziehen die Herrschaften noch eine Clubtournee durch, die sich gewaschen hat. Als die melodischen Deather auch im beschaulichen Aschaffenburg vorbeischauen, ist unser Auslandskorrespondent Bernd Bachmann mit virtuellem Stift und Fotogerät vor Ort, um uns seine Eindrücke mitzuteilen. His Apocalypse is here!

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Andere kölsche Leeder, unterm Zeltdach gerockt: Niedeckens BAP spielt in Bayern auf

Andere kölsche Leeder, unterm Zeltdach gerockt: Niedeckens BAP spielt in Bayern auf

Das muss ein Fehler sein. Aber das steht da auf dem Plakat mit dem Fahndungsfoto: 1976-2016. Das wären ja 40 Jahre. Ist das wirklich alles schon so verdamp lang her? Vier Dekaden begleitet er uns jetzt also tatsächlich schon, der Herr Niedecken, rockt immer noch andere kölsche Leeeder, und ist dabei immer das Aushängeschild der deutschen Rock/Liedermacherszene geblieben, trotz allem, was da kam (und ging). Jraduss, wie er das ja in einem Lied selbst sagt. Letztes Jahr besuchte er unsere schöne Stadt schon auf einer Wohnzimmer-Akustik-Tournee, aber hier und heute gilt das Motto: BAP auf Lebenslänglich-Gastspielreise, in voller Besetzung und Akustik. Das geht natürlich nicht ohne uns!

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Unser Lied für München: Avantasia bringen Geisterlichter auf das Tollwood-Festival

Unser Lied für München: Avantasia bringen Geisterlichter auf das Tollwood-Festival

Unglaublich, aber wahr: der wilde Tobi und seine Bande, auch genannt Avantasia, hatten vorher noch niemals in München Station gemacht. Und das, obwohl Herr Sammet ganz zu Beginn gleich (glaubhaft, lassen wir mal dahingestellt) versichert, München sei die attraktivste Stadt der Welt (ehrlich gesagt drückt er sich drastischer aus, aber das schreibt man nicht). Wenn also der Tross um den launigen Fronter mitsamt Sängerschar endlich doch einmal vorbeischaut, sind wir natürlich dabei, in der Zeltstadt Tollwood, und erleben die Inszenierung des aktuellen Reißers „Ghostlights“ in Wort und Ton.

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Mit Megadave im Dampfbad: Megadeth machen Station in der Tonhalle

Mit Megadave im Dampfbad: Megadeth machen Station in der Tonhalle

„Boah, ist das heiß!!“ Hobby-Metereologe Sebbes fasst die Lage gewohnt treffend zusammen. Der Fußballreporter im Radio wird später von „Bächen aus Schweiß“ reden, die den Spielern in Frankreich ankleben. Firlefanz, sagen wir, wer die konkrete Schwitzung will, der muss hierher! Und zwar zur restlos ausverkauften Dystopia-Tournee von Megadeth, auf der der gute alte Dave alles vorführt, was ihn ausmacht: massives Riffing, schwindelerregende Soli und seinen, nun ja sagen wir mal unverwechselbaren, Gesang. Also, meine Herrschaften, es gilt der gleiche Leitspruch wie beim Anhalter durch die Galaxis: Handtuch nicht vergessen, und rein ins Vergnügen!

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Der Marathon-Mann: der Boss zaubert im Olympia-Stadion

Der Marathon-Mann: der Boss zaubert im Olympia-Stadion

Drei Stunden und 20 Minuten. Das ist episch, so lange dauerten gerne mal die Monumentalfilme der 50er, oder auch die neueren Werke von Tarantino. Aber da sitzt man ja, es gibt eine Pause, und man reicht Häppchen. Hier hingegen sprechen wir einem Rockkonzert, ohne Pause, ohne Schnörkel, keine Zeitschinderei und kein Firlefanz. Das machen ganz wenige, eigentlich nur noch er: in Zeiten, in denen es die Pop-Sternchen live grade mal mit Mühe und Not über die 90-Minuten-Marke schaffen, kommt er und spielt und spielt und spielt. Ohne aktuelles Hit-Album - nein, die Tournee steht unter dem Zeichen eines Albums, das 36 Jahre alt ist: The River, der Klassiker, das Doppelalbum, das lange vor seinem Mega-Seller Born In The USA erschien.

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Junge Hüpfer und rauchende Flaschen – das Q2-Tasting in Wort und Bild

Junge Hüpfer und rauchende Flaschen – das Q2-Tasting in Wort und Bild

Das dreckige halbe Dutzend sehnte sie schon herbei: die neueste Auflage des Q-Tastings, das wie immer als Wandertasting bei einem anderen Mitstreiter stattfand und wie immer bei allen Teilnehmern neue Erkenntnisse in Sachen Whisky-Horizont Erweiterung brachte (somit Ziel erreicht). Hatte der eine oder andere anfangs noch spekuliert, dass man angesichts des schönen warmen Wetters am frühen Abend auf kühles Bier und Grillgut umsteigen würde, siegten am Ende die Neugierde und die Selbstdisziplin, und man begab sich schließlich widerstandslos in den kühlen Feier-Keller, wo die heutige Versuchsanordnung aufgebaut wurde, wie immer von den nicht rauchigen Vertretern über die Sherry-Kandidaten bis zu den „Stinkern“, unterbrochen von dem ein oder anderen Überraschungsgast. Die Zusammenstellung ergab sich dieses mal durchaus überraschend und kurzfristig, denn beim obligatorischen Besuch bei Kuhn Whisky Genuss, dem Fachgeschäft unseres Vertrauens, wurde noch schnell der ein oder andere Einkauf getätigt, der kurze Zeit später hier auf den Tisch kam. Hier die Highlights des inzwischen durchaus kultigen Happenings:

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Kirchweih, fränkische Rhapsodien und dubiose Schulkameraden: Explizite Lyrik zwischen J.B.O. und KühlesZeug.de

Kirchweih, fränkische Rhapsodien und dubiose Schulkameraden: Explizite Lyrik zwischen J.B.O. und KühlesZeug.de

Im Rahmen des Rockavaria-Festivals in München versäumten wir es natürlich nicht, die Lokalmatadoren auf ein Schwätzchen einzuladen. Veit Kutzer (Vito C.), Wolfram und Hannes G. Laber ließen sich auch nicht lange bitten, sondern zeigten sich als sehr kontaktfreudig und durchaus auch politisch…

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München macht Metal: So war das Rockavaria 2016...

München macht Metal: So war das Rockavaria 2016...

Die beste Band der Welt! Gnadenlose Sonne! Mindestens zwei Bühnen! Eine "Kinovorführung" auf der Suche nach Publikum und ein Teil des Publikums auf der Suche nach dem Samstagsheadliner!  Weltuntergang mit kriegerischer Begleitung von Sabaton! All das und noch viel mehr war geboten, als das Rockavaria dieses Jahr in die zweite Runde ging...

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Süddeutsche Qualitätsarbeit: der Coillmór aus dem Bayrischen Wald im KühlesZeug-Test

Süddeutsche Qualitätsarbeit: der Coillmór aus dem Bayrischen Wald im KühlesZeug-Test

Die nächste Station unserer Malt-motivierten Deutschlandreise führt uns wieder in südliche Gefilde – genauer gesagt in den Bayrischen Wald (Naturschutz- und Erholungsgebiet, soviel Zeit muss sein!), wo die Spezialitäten-Brennerei Liebl den Bavarian Single Malt Whisky Coillmór herstellt. Im beschaulichen Bad Kötzting nämlich hat Gerhard Liebl seit Jahrzehnten feine Brände und seit 2009 eben auch Whisky im Programm.

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Schokoladiges aus dem Hochland: der Finch Barrique im Test

Schokoladiges aus dem Hochland: der Finch Barrique im Test

Das Reich der deutschen Malts ist mittlerweile durchaus auf beachtliche Dimensionen angewachsen (mehr als 100 Marken und Hersteller sollen sich derzeit auf dem Markt tummeln), und so begegnen einem bisweilen durchaus überraschende Kandidaten, die mehr als nur einen Blick wert sind. Nachdem wir uns schon am mittlerweile überaus populären Slyrs vom Schliersee und dem Metal-Malt Aureum Grave Digger aus dem Hause Ziegler versucht hatten, kam bei einem spontanen Tasting der Q-Gruppe dieses Mal der Finch an die Reihe, der unter dem vielversprechenden Label des „schwäbischen Hochland-Whisky“ firmiert.

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Zak zieht seine Kreise: Circle II Circle, Lord Volture und Desert im Backstage

Zak zieht seine Kreise: Circle II Circle, Lord Volture und Desert im Backstage

„Großes Kino für kleines Geld!“ Dieses enthusiasmierte Fazit des geschätzten Kollegen Sebbo kann man mit Fug und Recht unter den Abend stellen, an dem sich der frühere Savatage-Fronter Zak Stevens die Ehre gibt, um uns ein veritables Best Of-Set seiner Kombo Circle II Circle um die Ohren zu hauen. Und das auch noch mit einer internationalen All Star Truppe. Womit wir deutlich mehr Freude gehabt haben dürfen als die Ballsportanhänger, die vor der Halle beim Public Viewing die Geschicke eines gewissen Lokalclubs verfolgen durften/mussten…

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Deutscher Stahl, garantiert rostfrei: Udo Dirkschneider geht zurück zu den Wurzeln... und Anvil kommen mit!

Deutscher Stahl, garantiert rostfrei: Udo Dirkschneider geht zurück zu den Wurzeln... und Anvil kommen mit!

Schöne Dinge werden besser, je öfter man ihnen entgegentritt – und wenn etwas auch bei der gefühlt 1000. Darbietung immer noch zur Begeisterung gereicht, dann kann das doch eigentlich nur von einer unzerstörbaren Qualität künden. Wenn also gleich zwei Formationen mit dem gleichen Material die Arenen füllen, muss etwas dran sein, und wenn das zeitloser Edelstahl aus Solingen ist, ist das genau unser Vorgarten. Eine gewisse Schnittmenge zwischen Udo- und Accept-Konzerten gibt es ja seit jeher, aber dass der Original-Fronter eine Gastspielreise unternimmt, auf der er ausschließlich Stücke aus der güldenen Accept-Ära bis zu seinem Ausstieg darbietet, das ist dann doch etwas Besonderes, da sind wir natürlich dabei, zumal die im Vorfeld kursierende Setlist denn nun wirklich zum Beifallklatschen angetan war.

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Fette Party: Manimal und Almanac heizen ein; Orden Ogan zerlegen das Backstage

Fette Party: Manimal und Almanac heizen ein; Orden Ogan zerlegen das Backstage

Kennt ihr diese Tage, an denen man sich morgens schon wie ein kleines Kind auf irgendwas freut? Heute ist wieder einmal genau ein solcher, was nicht mal an den Kollegen im Büro unbemerkt vorbei geht. “Was ist denn mit Dir heute los?”, lautet dort die Frage, der ich mehrfach begegne. Grund der Aufregung ist die erste Headlinertour der Mittelalterbande von Orden Ogan, die an diesem denkwürdigen Abend im Münchner Backstage halt macht. Endlich mal Orden Ogan ohne nervige Nachband, spricht der Kenner! 

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Selected Friends and Enemies: das Q1-Tasting in Wort und Bild

Selected Friends and Enemies: das Q1-Tasting in Wort und Bild

Traditionen sind etwas Feines und wollen gepflegt sein, zumal wenn man dabei aus dem selbst gewählten Exil in die alte Heimat zurückkehrt, dort mit vielen alten Bekannten zusammentrifft und einen Zweck verfolgt: sich immer wieder einmal durch die Welt des Single Malts zu kosten. Zu diesem hehren Ziel versammelt man sich einmal im Quartal (das ist das Q), es gilt das alte Motto „Bring A Bottle“, der Austragungsort wird per Wanderpokalprinzip stets variiert, die Versuchsanordnung wird sorgsam ausgewählt und aufgebaut, und anhand eines immer ausgefeilteren Tasting-Zettels geht es dann los. Unsachliche, irrationale und unlogische Bewertungen sind dabei ebenso erlaubt und erwünscht wie Fachsimpelei, akribisches Prüfen ob hier denn nun gefärbt sei und letztendlich dann die alles entscheidende Geschmacksprobe, die für die Highlights dann natürlich obligatorisch ist.

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Metallisches Konzept-Sitzen: Dream Theaters „The Astonishing“ in der Alten Oper Frankfurt

Metallisches Konzept-Sitzen: Dream Theaters „The Astonishing“ in der Alten Oper Frankfurt

Ab und an und immer wieder mal geschehen die kuriosesten Dinge: Kinogänger, die bei Marvel Filmen vor dem Ende des Abspanns den Saal verlassen. Schalke Fans, die an die Meisterschaft glauben. Oder Metal Konzerte, bei denen es nur Sitzplätze gibt. Letzteres ist brandaktuell, denn gerade baten die Prog-Metal Heroen von Dream Theater im Rahmen ihrer Europa-Tour zu einem erbaulichen Abend in die Alte Oper zu Frankfurt, um dort ihr gewaltiges Konzept-Opus „The Astonishing“ zu präsentieren. Unser Korrespondent und werter Gastschreiber Bernd Weigand war für uns vor Ort...

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Heavy Progging und kulturelle Vielfalt: Symphony X, Myrath und Melted Space im Feierwerk

Heavy Progging und kulturelle Vielfalt: Symphony X, Myrath und Melted Space im Feierwerk

Wo genau ist dieses Bild möglich: des Abends stehen Altrocker und Jungspund, Fremder und Bayer, Männlein und Weiblein in Eintracht zusammen – also besser gesagt drängen sich dicht an dicht – und lauschen beschwingten Klängen aus Frankreich, Tunesien und den USA. Sind wir auf einem von linken Intellektuellen organisierten Fest der Kulturen in der Hauptstadt? Nein. Nein, das ist der zutiefst basisdemokratische und völkerübergreifend integrierende Effekt des Metal: Solange der Sound passt, sind kulturelle Unterschiede halt Nebensache und das ist erstens gut so und zweitens uns ganz recht so...

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Im Land der Zombies und Piraten: Zwischen IPA und Kraftbier auf der Braukunst Live!

Im Land der Zombies und Piraten: Zwischen IPA und Kraftbier auf der Braukunst Live!

Als Schwesterevent der Finest Spirits, die sich eine Woche zuvor an gleicher Stelle dem eher hochprozentigen Vergnügen widmete, präsentierte das „Internationale Festival der feinen Biere“ mit über 100 Ausstellern einen hervorragenden Überblick über die quicklebendige Brauerszene, in der sich kecke Neukreationen und vor allem der offenkundig omnipräsente Trend zum Craft Beer einträchtig mit den etablierten Namen versammelte und eben denen mehr als einmal die Show stahl.

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Eine symphonische Nachtmusik in drei Akten: Xandria, Serenity und Jaded Star im Backstage

Eine symphonische Nachtmusik in drei Akten: Xandria, Serenity und Jaded Star im Backstage

Ein bisschen Symphonie schadet nie, schon gar nicht, wenn es sich um ein Paket von Formationen handelt, denen wir teilweise schon jahrelang die Treue halten – wenn deshalb Jaded Star, Serenity und auch Xandria rufen, eilen wir natürlich gerne, zumal wenn sich die Gelegenheit ergibt, im Vorfeld Gespräche mit den entsprechenden Kollegen zu führen und so manche illustre Anekdote zu erfahren...

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